Kostenfrei Bildung im Internet – von Elite-Unis

Zukunftsforscher versprechen, dass das Internet unser Wissensgemeinschaft weiter revolutionieren wird. Wer sich weiterbilden möchte, findet im Web nicht nur Informationen, deren Quellen er mühsam nachverfolgen muss, sondern auch Online-Kurse, die von den namhaftesten Universitäten weltweit angeboten werden. Sogenannte Massive Open Online Courses (MOOCS) ermöglichen jedem Bildung im Internet von zuhause aus, um so vom Wissen der angesehensten Forscher zu profitieren.

Bildung im Internet – Viele Unis ziehen mit

In den USA, in denen das Hochschulstudium erheblich teurer als hierzulande ist, stieß das Angebot auf großes Medienecho. Inzwischen bieten alle größere Universitäten Online-Kurse an. Zu ihnen zählen Yale, Harvard, das MIT, Duke, die UCLA und Stanford. Auch in Deutschland gibt es Unis, die ihre Vorlesungen aufzeichnen und kostenfrei ins Netz stellen. Dazu gehört beispielsweise Timms der Uni Tübingen, die LMU München und die Fernuni Hagen. Eine gute Übersicht über englisch- und deutschsprachige Kurse bieten online-vorlesungen.de und podcampus.de. Eine Übersicht von deutschsprachigen MOOCs findet man außerdem hier.

Plattformen erleichtern die Kurswahl und bieten Abschlüsse

Udacity war eine der ersten Plattformen, die die mediale Aufmerksamkeit auf sich zogen. Sei wurde vom ehemaligen Stanford-Professor Sebastian Thrun zusammen mit zwei weiteren Robotik-Experten gegründet. Die ersten beide Kurse waren dementsprechend aus ihrem Fachbereich: Das Programmieren einer Suchmaschine und die Programmierung eines selbstfahrenden Autos standen auf dem Lehrplan. Der Erfolg war jedoch überwältigend: 80.000 Studenten kann Udacity inzwischen zählen und rund ein Drittel stammen aus Schwellen- und Entwicklungsländern.

Coursera und weitere Open Source-Projekte folgten, auch iTunes bietet ein entsprechendes Programm an. In Deutschland tut sich vor allem Anbieter iversity.org hervor. Die Gemeinsamkeit der Dienste ist, dass es kostenlos ist, die einzelnen Kurse zu besuchen. Will der Student einen Nachweis über den absolvierten Kurs muss er zum einen Prüfungsleistungen erbringen und zum anderen dafür auch zahlen. Wie anerkannt die so erworbenen Abschlüsse sind, ist von Angebot zu Angebot unterschiedliche, ein Hochschulstudium ersetzen sie zumindest derzeit keineswegs.